Migration
von 60.000 Bankarbeitsplätze

Integrationslösung zur Verbindung von Systemwelten
Die
Anforderung nach modernen und zeit- gemäßen Betriebssystemen
am Arbeitsplatz erfordert insbesondere im Banken- und Versicherungssektor
sowie im öffentlichen Bereich spezielle Lösungen zur Integration
von Windows-Arbeitsplätzen in bestehende OS/2-Netzwerke. Einer
der größten deutschen IT-Dienstleister in der Finanz-
und Versiche-rungsbranche, die Fiducia IT AG, entschied sich bei
der Umsetzung eines Migrationspro- jekts von 60.000 Arbeitsplätzen
von OS/2 zu Windows XP bei Volks- und Raiffeisen- banken für
eine Lösung von Comtarsia.
Die Fiducia IT AG betreut als einer der größten IT-Dienstleister
in der Finanzbranche etwa 900 Volks- und Raiffeisenbanken in Mittel-
und Süddeutschland. Aufgrund der angekündigten Einstellung
des IBM-Supports für OS/2 und einer großen Anzahl noch
vorhandener OS/2-Server und -Dienste im Bankenbereich suchte die
Fiducia für ihre Partnerbanken nach einer Lösung zur Migration
von OS/2 zu Windows XP. In einer reinen OS/2-Netzwerkumgebung sollten
60.000 Arbeitsplätze bei Volks- und Raiffei- senbanken auf
Windows XP umgestellt werden. Dabei sollten die OS/2-Server vorerst
bestehen bleiben und so die Vorteile beider Systemwelten genutzt
werden können.
Integration von Windows-Clients in OS/2-Netzwerke
Die Anforderung, moderne und zeitgemäße Betriebssysteme
am Arbeitsplatz zu betrei- ben, ohne vorerst die OS/2-Serverlandschaft
zu verändern, konnte durch die Standard- lösung Comtarsia
Logon Client gelöst werden, welche sich in umfangreichen Evaluierungen
als einzige Möglichkeit herausstellte. Laut Dario Dedic, System
Architect bei der Fiducia, waren die Alternativen nicht vielversprechend,
wohingegen Comtarsia eine clevere Lösung und guten Support
biete. Das Produkt des in Wien ansässigen Softwareherstellers
Comtarsia IT Services GmbH erlaubt die Integration von Windows-XP-Arbeitsplätzen
in das OS/2-Netzwerk, wobei sämtliche Funktio- nen der OS/2-Netzwerkumgebung
erhalten bleiben. |
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So ist es möglich,
Alias-Zuordnungen und Netzwerk-Applikationen weiter zu verwenden
und sämtliche Funktionalitäten einer Windows-Domänen-Anmeldung
(Windows-Policies, Roaming-Profiles) zu simulieren. Während
des Projekts erweiterte Comtarsia den Funktions- umfang des Produkts
und implementierte zusätzliche Eigenschaften wie die automati-
sche Passwort-Synchronisation mit weiteren OS/2-Domänen oder
NetBios-over-TCP/IP-Support, die für den Einsatz im Fiducia-Bankenumfeld
notwendig sind.

Bild: Fiducia AG

Single-SignOn für RACF, OS/2 und Windows
In der zweiten Phase des etwa 500.Mio Euro umfassenden Migrationsprojekts
standen die primäre Anmeldung an das RACF-System, das Single-SignOn
und die Passwort-Synchroni- sation im Mittelpunkt. Der Mainframe
stellt in Bankenumgebungen die Plattform für die wichtigsten Geschäftsprozesse
dar und wird auch für die Rolle der zentralen Benutzer- verwaltung
verwendet. Im OS/2-Netzwerk erfolgt die primäre Anmeldung von OS/2-Clients
an Großrechnersysteme und die Passwort-Synchronisation durch eine
Banken- applikation unter OS/2. Der Einsatz von Windows-Clients
in bestehenden OS/2-Netzen verlangt jedoch nach einer speziellen
Lösung, da diese Funktionalitäten aufgrund der primären Anmeldung
erfolgt dabei nicht an eine Windows-Domäne, sondern kann an eine |

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Comtarsia-Lösungen
Die Comtarsia SignOn Solutions wurden in zahlreichen Großkundenprojekten
im Finanzdienstleistungssektor und im öffentlichen Bereich
entwickelt und besonders für die Anforderungen im Banken-
und Versicherungsumfeld angepasst. Sie ermöglichen die
vollständige und fehlerfreie Integration von Windows-Arbeitsplätzen
in ein OS/2-gemanagtes Netzwerk sowie die Integration von
zusätzlichen Windows-, Linux- und Samba-Ressourcen durch
die automatische Benutzerverwaltung auf diesen Systemen.
Der Migrationspfad besteht aus vier Schritten:
Der Comtarsia Logon Client 2003 ermöglicht die Integration
der Windows-Arbeitsstationen in das OS/2-Netzwerk unter Beibehaltung
sämtlicher Funktionen der OS/2-Netzwerkumgebung. Die
primäre Anmeldung kann an eine OS/2-Domäne oder
an ein RACF bzw. LDAP erfolgen. Die Software sorgt dabei für
eine Passwort-Synchronisation mit OS/2-Domänen. Die Logon
Client-Schnittstellen ermöglichen Single-SignOn-Funktionalitäten
für Bankenapplikationen. Alias-Zuordnungen und Netzwerk-Applikationen
können weiter genutzt werden. Sämtliche Funktionalitäten
einer Windows-Domänen-Anmeldung werden simuliert. Die
primäre Anmeldung an das RACF-System gewährleistet
den Zugriff auf alle benötigten Ressourcensysteme.
Im nächsten Schritt können zusätzliche Windows-
und Linux-Ressourcen integriert werden. Ist der Banken-/Versicherungsarbeitsplatz
bereits mit dem Comtarsia Logon Client ausgestattet, kann
sehr einfach das Ergänzungsprodukt SignOn-Gate 2003 implementiert
werden. Es gewährleistet die Passwort-Synchronisation
und die automatische Benutzerverwaltung für Windows-
und Linux-Systeme.
Als nächstes erfolgt die Migration der OS/2-Ressourcen
nach Windows und Linux/Samba. Am OS/2-Domänen-Controller
können Benutzerverzeichnisse, Profile, Printer- und File-Aliases
schrittweise auf Windows oder Samba-Server umgelegt werden.
Das Passwort wird sauber und sicher auf das Zielsystem migriert.
Die Anwender haben während der gesamten Migration Zugriff
auf alle benötigten Ressourcen.
Abschließend besteht die Möglichkeit zur Migration
der OS/2-Domäne nach Active Directory und/oder LDAP.
Die Benutzerverwaltung und die Anmeldung wird dabei auf die
neue Plattform umgelegt. Nach der bereits zuvor erfolgten
Migration der Benutzerobjekte, Passwörter und Attribute
kann nun der Windows-Arbeitsplatz auf die direkte ADS-Anmeldung
umgestellt werden. Außerdem ist die automatische Abbildung
der gesamten OS/2-Domäne auf ein LDAP-Directory möglich.
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OS/2-Domäne oder an ein LDAP-Directory/ RACF
erfolgen. Für das Fiducia-Umfeld hat Comtarsia die Anmeldung von
Windows-XP-Arbeitsplätzen an OS/2 und LDAP/RACF mit Single-SignOn-Schnittstellen
zu eigenen Bankenapplikationen realisiert. „RACF über LDAP-Schnittstellen
für die zentrale Benutzer- verwaltung weiterhin zu verwenden, aber
dennoch aktuelle Betriebssysteme am Arbeitsplatz zu betreiben, ist vom
Standpunkt der Sicherheit überaus sinnvoll“, erklärt Lutz
Bleyer, Security-Verantwortlicher der Fiducia.
Active-Directory-Implementierung in das RACF und OS/2-gemanagte
System
Die größte von Fiducia verwaltete Bank, die Volksbank Berlin,
betreibt zusätzlich zu den OS/2-Servern ein Active-Directory. Um
auch in dieser Bank den Standard-Fiducia-Arbeitsplatz mit RACF- und OS/2-Anmeldung
anwenden zu können, kommt dort das Produkt Comtarsia SignOn-Gate
zum Einsatz. Es ist eine Ergänzung des Logon Clients und bietet die
Möglichkeit der automatischen Benutzerverwaltung für Windows
und Linux-Systeme. Das SignOn-Gate übernimmt dabei sowohl die Passwort-Synchronisation
als auch die Benutzerverwaltung auf Systemen wie Windows-Active-Directory,
Linux und Samba. „Überzeugt hat uns vor allem die saubere Art,
wie das Comtarsia SignOn-Gate die OS/2-Passwörter auf das Active-Directory
über- trägt“, erklärt Dario Dedic. „Da das Passwort
direkt an das Zielsystem transferiert wird, sind auch Probleme, die durch
Hash-Migration auftreten können, nicht gegeben“, so Dedic weiter.
Nach Angaben des Herstellers konnte die besonders schwierige Situation
im Großkun-
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den-Bankenumfeld aufgrund der guten Zusammenarbeit mit
der Fiducia sehr effizient gelöst werden.
„Durch die Mithilfe
der hochqualifizierten Mitarbeiter, über die Fiducia verfügt,
konnten wir eine Vielzahl an Funktionalitäten entwickeln und realisieren,
die besonders im Bankenumfeld notwendig sind“, erklärt Michael
Wagner, Geschäftsführer von Comtarsia. Aufgrund seiner Flexibilität
hebe sich Comtarsia von seinen Mitbewerbern ab, denn die Anforderungen
der Kunden würden unbürokratisch registriert und in die Produkte
eingearbeitet. Eigenen Angaben zufolge konnte der Hersteller dadurch schon
in zahlreichen Großkundenprojekten im Banken- und Versicherungssektor
sowie im öffentlichen Bereich überzeugen.
Fazit
Die Migration von 60.000 Bankarbeitsplätzen von OS/2 zu Windows XP
konnte mit den Standardprodukten Logon Client und SignOn-Gate von Comtarsia
gelöst werden. Die besonderen Anforderungen des Bankenum- felds nach
weiteren Funktionalitäten erfüllte der Hersteller durch die
Weiterentwicklung seiner Lösungen. Die Fiducia, deren Kernkompetenzen
im klassischen Rechenzen- trumsbetrieb und im Betrieb von Servern, Netzwerken
und Clients für rund 2.800 Kunden liegen, kann durch die Comtarsia-Lösungen
neue Kompetenzen anbieten und den problemlosen Parallelbetrieb von OS/2
und Windows XP, die Erhaltung aller Vorteile beider Systemwelten, sowie
die Einbindung zusätzlicher Windows Server-Systeme und die Migration
auf diese Systeme ermöglicht. 
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