Die
Hochschule Harz (FH) managt ihre 3500 IT-Benutzer auf Basis des
offenen Standards Lightweight Directory Access Protocol (LDAP).
Die Produkte des Herstellers Comtarsia er-möglichen die plattformübergreifende
Anmel-dung (Single Sign On), senken den IT-Verwaltungsaufwand und
erhöhen den Komfort für die Benutzer.

Bild: Hochschule Harz
„Bei der Auswahl für unsere IT-Lösungen gelten zwei
Kriterien: innovativ und hersteller-unabhängig“, sagt
Klaus-Peter Rohr, Systemadministrator. Innovativ sollen die Applikationen
und Infrastrukturprodukte sein, weil man den Studenten Lösungen
zur Verfügung stellen möchte, anhand derer sie den aktuellsten
Stand der Technik kennen lernen sollen. Unabhängig von einem
Anbieter sollte die Hochschul-IT deshalb sein, damit Studenten mit
vielen verschiedenen Produkten arbeiten können und die ganze
Bandbreite der Technologie erfahren. „Wir wollen keine Spezialisten
für das Produkt eines Anbieters ausbilden“, sagt er weiter.
Die Systemlandschaft der Hochschule war und ist dementsprechend
heterogen: rund 30 Server unter Linux, einige Irix-Server, sowie
rund 350 Clients mit Windows-Betriebssystemen an den zwei Standorten
Wernigerode und Halberstadt für die unabhängigen operierende
Fachbereiche Automatisierung und Informatik, Verwal-tungswissenschaften
und Wirtschaftswissen-schaften kennzeichnen die IT-Landschaft. Auf
den PCs – den Arbeitsstationen für die rund 3500 Studenten
und 70 Verwaltungs-arbeitsplätzen - sind die unterschiedlichsten
Produkte im Einsatz: von Office-Paketen (Word, Excel, Access) über
Entwicklungstools wie C-Compiler, Delphi bis hin zu CAD-Applikationen
und Laborsystemen.
Bislang mussten User mehrfach angelegt sein, wenn sie Client-Ressourcen,
wie die am PC angeschlossenen Drucker nutzen wollten. Auch der Zugang
zu Services aus dem Netz wie Plotter, Drucker und File-Services,
Mail, Internet-Zugang oder Zugriffe auf zentrale Datenbanken erforderte
erneute Anmel-dungen am System. Es existierte in der Vergangenheit
schon ein Nutzerverwaltungs-konzept für die Windows-NT-Systeme
(NT-Domänen), sowie ein weiteres für das bestehende LDAP-Directory
auf dem „I-Planet“-Server von Sun (ehemals ein Netscape-Produkt).
Zudem kommt auch für bestimmte Anwendungen der Microsoft-Terminal-Server
zum Einsatz.
Das Identity-Management war für Rohr und seine Kollegen sehr
aufwändig und als ein Upgrade von Windows NT auf Windows 2000/2003
anstand, hatte man das Ziel, eine einheitliche, übergreifende
Benutzerver-waltung zu implementieren. „Wir wollten auf keinen
Fall unsere gesamte IT-Landschaft auf Microsofts Active Directory
(ADS) umstellen. Das widerspricht unseren Vorstellungen einer herstellerunabhängigen
IT. Außerdem hätten sich die Nicht-Microsoft-Produkte
nur sehr umständlich darin einbinden lassen.“ Nach einer
Marktrecherche sind Systemmanager Rohr und seine Kollegen bei dem
Wiener Softwarehaus Comtarsia fündig geworden: „Comtarsia
bietet als einziges Produkt am Markt, eine Anmeldung und Benutzerauthen-tifzierung
an Windows-Rechnern aus LDAP heraus“, das ergab Rohrs Marktrecherche.
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Dadurch entsteht eine
Meta-Ebene, aus der heraus sich die heterogenen Systeme zentral
– ohne Änderungen an der bestehenden Struktur –
verwalten lassen.
Die Comtarsia „SignOn Solutions“ bestehen aus zwei Systemmodulen,
dem „Comtarsia Logon Client“ und dem „Comtarsia
SignOn Gate“. Der Logon Client ermöglicht am Arbeitsplatz
eine direkte Anmeldung an ein LDAP-Directory. Durch eine LDAP-Schema-Erweiterung
können Informationen wie Benutzerverzeichnispfad, Benutzerprofilpfad,
Drucker und Laufwerkszuordnungen, Single-Sign-On-(SSO-)Daten, im
LDAP-Benutzer- oder –Gruppen-Objekt abgelegt werden, welche
der Logon Client bei jeder Anmeldung auswertet. Die automatische
Benutzerver-waltung auf den Ressourcensystemen (Windows NT, Windows
2000, Windows XP, Linux, Terminal Server/Citrix) übernimmt
das Zusatzprodukt Comtarsia SignOn Gate.
„Anstelle des üblichen Windows-Logins am PC meldet sich
der User nun über den Comtarsia Logon Client, welcher auf allen
Schulungs-PCs installiert ist, am LDAP-Verzeichnis an“, erklärt
Systemmanager Rohr. Darüber hinaus übernimmt in einigen
Fachbreichen das Produkt Comtarsia SignOn Gate die auto-matische
Benutzerverwaltung auf Windows- und Linux-Servern. Mittels „Single
SignOn Agent“, werden die Benutzerdaten auto-matisch abgeglichen.
Speziell für den Betrieb in universitären Einrichtungen
bietet Comtarsia so genannte “Roaming“-Lizenzen. Der
Grund dafür: Während bei Industrieunternehmen, Banken
oder Versicherungen in der Regel die Zahl der Arbeitsplätze
der Anzahl der Benutzerkonten entspricht, fallen im Ausbildungsbereich
immer viel mehr Benutzerkonten auf einen Arbeitsplatz. Zudem arbeiten
die Studenten immer an unterschiedlichen Workstations. Durch das
Roaming reichen 300 Lizenzen, um damit die Benutzerkonten für
3500 User zu verwalten. „Mit Comtarsia SignOn Gate haben wir
auch eine automatische Rechnerfreigabe realisiert: nach einer bestimmten
inaktiven Zeit werden Benutzer von den Ressource-Servern samt Homedirectory
und –Daten gelöscht, damit der Rechner für den nächsten
Benutzer „sauber“ ist“, erklärt Rohr.
Nach einigen Monaten produktivem Betrieb zeigt
sich IT-Verwalter Rohr sehr zufrieden: „Die Installation war
sehr einfach, das Produkt läuft extrem stabil und der Adminis-trationsaufwand
ist verschwindend gering.“ Der Service von Comtarsia sei hervorragend
gewesen, was sich insbesondere in der Implementierungsphase gezeigt
habe. Zudem profitiere die Hochschule von der Weiter-entwicklung
des Produktes: alle Ergänzungen und neuen Anforderungen werden
in den Standard übernommen und kommen somit allen Kunden zu
Gute.
Mit dem jetzigen Zustand geben sich die innovativen
IT-Administratoren der Hoch-schule noch nicht zufrieden: Geplant
ist eine Umstellung auf eine zentrale Server-basierte Umgebung,
bei der Applikationen nur noch auf den Servern residieren und von
den dezentralen Clients via Terminal-Server aufgerufen werden. Auch
der Umstieg von I-Planet auf das OpenLDAP ist terminiert. Ferner
steht das Thema Zugangssicherheit hoch im Kurs: So wird über
eine Anmeldung mittels Token- und Smart-Card nachgedacht, wobei
die neueste Version des Comtarsia Logon Client, der bereits eine
PKI-Anmeldung ermöglicht, zum Einsatz kommen soll. 
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